Sie sind hier

Warum ist Rohkost so wichtig

Frische Obst- und Gemüsesäfte

Du bist, was du isst - lautet ein bekanntes Sprichwort. Wissenschaftler und Mediziner auf der ganzen Welt betonen, dass die Ernährungsgewohnheiten und die Lebensweise in direktem Zusammenhang mit vielen Krankheiten stehen. Laut einer aktuellen Studie des Internationalen Krebsforschungszentrums (IARC), einer Agentur der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die sich auf eine umfangreiche Datenbasis aus 184 Ländern stützt, traten 2012 in den reichen Ländern die meisten neuen Krebsfälle im Zusammenhang mit Übergewicht und Fettleibigkeit auf. Am stärksten davon war Nordamerika betroffen. Die wenigsten Fälle gab es im südlichen Afrika.

Die Standard American Diet - also die amerikanische Standard-Ernährung - besteht aus fast 100 Prozent gekochter Nahrung. Im Gegensatz dazu essen z.B. Schimpansen, die als sehr vitale Tiere mit guten Abwehrkräften gelten, fast zu 100 Prozent rohe Nahrung und Vollwertkost (ca. 50% Früchte, 40% grüne Blätter, 5% Rinde und Samen, 5% Insekten). Schimpansen ähneln den genetischen Eigenschaften des Menschen zu mehr als 98 Prozent, sind selten krank und kennen unsere Zivilisationskrankheiten nicht. Sogar die Durchschnittsernährung eines Rohköstlers ähnelt der Ernährung von Schimpansen nur zu rund 50 Prozent, da diese weitaus weniger Grünes essen und dafür mehr Samen und Nüsse sowie Fette zu sich nehmen.

Man kann das Blatt - im wahrste Sinne des Wortes - drehen und wenden, wie man es will. Unser Körper besteht aus Milliarden von Zellen und damit er perfekt funktionieren kann, benötigt er Enzyme, Vitamine, Mineralien, sekundäre Pflanzenstoffe, Eiweiß, Fette und Kohlenhydrate. Diese Stoffe werden dem Körper durch unsere Ernährung bereit gestellt und er nutzt diese zum Wachstum, zur Reparatur, damit er richtig funktionieren und arbeiten kann. Lebendige Nahrung wie zum Beispiel frisches Obst, Gemüse, Samen, Sprossen und Nüsse liefern dem Körper Enzyme, Vitamine, Mineralien, sekundäre Pflanzenstoffe, Einweiß, Fettsäuren und Kohlenhydrate.

Enzyme

Eine Schlüsselrolle haben in unserer Ernährung die Enzyme (Biokatalysatoren), die hauptsächlich in frischer und roher Nahrung zu finden sind. Enzyme sind jedoch sehr empfindlich gegen Hitze. Bei Temperaturen über 45 Grad können sie nicht mehr richtig arbeiten, bei 54 Grad erlöscht das Leben der meisten Enzyme.

Vitamine

Vitamine sind organische Verbindungen, die der Körper über die Nahrung aufnehmen muss und die er für viele Funktionen im Körper benötigt. Pflanzen hingegen benötigen keine Vitamine, da sie alle für sie notwendigen organischen Stoffe selbst herstellen können. Einige Vitamine erhält der Körper als Provitamine wie zum Beispiel das Beta-Carotin, das der Körper in Vitamin A umwandelt. Vitamin D kann nur mithilfe von Sonnenlicht synthetisiert werden. Man unterteilt Vitamine in fettlösliche (z.B. Vitamin A, D, E und K) und wasserlösliche Vitamine (Vitamin C und B-Vitamine). Vitamine werden von Pflanzen, Bakterien oder Tieren gebildet.
Vitamine wie z.B. Vitamin C können durch Hitze zerstört und durch Kochwasser ausgeschwemmt werden. Für den Gehalt an Vitaminen ist aber maßgeblich entscheidend, wie erntefrisch Obst und Gemüse sind und ob sie schon lange Lagerzeiten hinter sich haben. Eine braune Banane oder ein gelber Brokkoli haben den Großteil ihrer Vitamine bereits verloren.

Mineralstoffe

Mineralstoffe sind lebensnotwendige anorganische Nährstoffe, die der Organismus nicht selbst herstellen kann, sondern über die Nahrung aufnehmen muss. Anders als Vitamine können sie durch Hitze oder Luft nicht zerstört werden, aber durch übermäßig langes Kochen werden sie ausgelaugt und gehen somit verloren. Besser sind da z.B. Eintöpfe, bei denen die Flüssigkeit mitgegessen wird.
Mineralstoffe sind beispielsweise Calcium, Chlor, Kalium, Magnesium, Phosphor, Schwefel und Natrium. Zu den Spurenelementen, die der Körper nur in geringen Mengen benötigt, gehören unter anderem Eisen, Kupfer, Mangan, Chrom, Selen, Zink, Iod und Silicium.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe wie z.B. Carotinoide oder Flavanoide sind chemische Verbindungen, die zum Beispiel Obst und Gemüse ihre Farbe geben. Pflanzen nutzen sekundäre Pflanzenstoffe unter anderem als Schutz vor UV-Strahlung, als Schutz vor Pathogenen (Krankheitserregern) oder Herbivoren (zur Fraßverteidigung), zur Anlockung von Insekten und als mechanische Festigung.

Täglich frische Lebensmittel konsumieren

Mit frisch gepressten Obst- und Gemüsesäften werden die Zellen mit Nährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen und Enzymen versorgt. Die Verdauung von ganzen Früchten und Gemüse erfordert mehr Energie und diese muss der Körper zunächst erst für diese Verdauungsarbeit bereit stellen. Jedoch ist es für eine ausgewogene Ernährung wichtig, dass neben Säften immer auch ganze frische Früchte, Salate und verschiedene Gemüsesorten gegessen werden, da die darin enthaltenen Fasern ebenfalls wichtige Funktionen im Körper haben.

Wenn wir den Körper nicht richtig und ausgewogen ernähren, kann sich das negativ auf unsere Gesundheit auswirken. Wenn wir ihn jedoch mit den Elementen versorgen, aus denen er selbst zusammengesetzt ist (wie z.B. Sauerstoff, Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Kalzium, Magnesium, Kalium, Phosphor oder Eisen), können wir maßgeblich davon profitieren.



Information

Diese Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Sie sind ausschliesslich für Interessierte und zur Weiterbildung gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.